Szenarist Warren Ellis [u.a. Transmetropolitan, Gravel, James Bond] hatte eine Idee: Wie, so fragte er sich, würden Comichefte in den USA heute aussehen, wenn das Superheldengenre nicht alle anderen Genres an den Marktrand gedrängt hätte?

 

Seine These: Die Tradition der Abenteuererzählung, wie sie aus den Pulps und Groschenheften bekannt war, würde in den Comics fortgeführt worden sein. Statt Außerirdischen oder mutierten Muskelmännern in Latexstramplern würden Geschäftsmänner und -frauen mit übergroßen Egos, fetten Bankkonten, Unternehmergeist und fragwürdiger Moral vielleicht nicht ins Weiße Haus eingezogen sein, sie würden aber die Seiten der Comichefte bevölkern – mitsamt des einen oder anderen Drogenproblems und einem unkontrollierbaren Hang zur Gewalt.

 

Zugegeben: Das klingt nach einem derart Erfolg versprechenden Marketingkonzept, dass niemand Warren Ellis ernsthaft vorwerfen kann, es sofort selbst realisiert zu haben. So kam der fiktive Apparat-Verlag in die Welt.

 

Im richtigen Leben ist Apparat ein Serienlabel der Avatar Press, unter dem Ellis sieben in sich abgeschlossene Kurzgeschichten [„graphic novellas“] veröffentlicht hat – jede in einem anderen Setting, jede von einem anderen Zeichner oder einer anderen Zeichnerin umgesetzt. Jede „Novella“ erhebt den Anspruch, Teil eines größeren, potenziell unendlichen Handlungsuniversums zu sein, welches das Publikum allerdings nie zu Gesicht bekommt.

 

Äthermechanik

 

– 1907 –

London, England

 

Britannien und Ruritania befinden sich im Krieg. Die feindlichen Flugapparate verdunkeln den Himmel über der Stadt und gigantische ruritanische Kriegsmaschinen stehen an den jenseitigen Ufern des Ärmelkanals zum Angriff bereit.

 

Captain Robert Watcham, Arzt, ist soeben von der Front zurückgekehrt. Umgehend sucht er seinen Freund und Mitbewohner auf, Sax Raker, den größten Amateurdetektiv Londons.

 

Während sich die Stadt an der Themse auf einen schrecklichen Kampf vorbereitet, macht sich Sax Raker an die Lösung des merkwürdigsten Problems seiner Karriere: den Fall um den Mann, der nicht da war …

 

Dieser Band bietet: Wissenschaft, Liebe, Geheimnisse … und einen Einblick in die Äthermechanik der Welt

 

Leseprobe

 

Story: Warren Ellis

Zeichnungen: Gianluca Pagliarani

Übersetzung: Jens R. Nielsen

Paperback, 16 x 24 cm, 48 Seiten, s/w

ISBN 978-3-946952-30-5

Erschienen: 2. April 2019

9,00 €

  • LIEFERBAR!

Apparat - Vier Singles

 

Pulp Fiction mutiert zu modernen Comics … mit einer Prise echten Wahnsinns

 

„Angel trampelt Zukunft“, „Frank Ironwine“, „Stadt der Aussteiger“ und „Simon Spector“ – von Warren Ellis geschrieben und von Top-Zeichnern graphisch umgesetzt!

 

Autor: Warren Ellis

Zeichner: Jacen Burrows, Laurenn McCubbin, Carla Speed McNeil und Juan José Ryp

Übersetzung: Jens R. Nielsen

Paperback, 16 x 24 cm, 124 Seiten, s/w

ISBN 978-3-946952-31-2

Erscheint: 30. April 2019

14,00 €

  • VORBESTELLBAR!

Crécy

 

Dies ist die Geschichte von Englands größter Schlacht

 

Eine gut ausgebildete aber unzureichend ausgerüstete Streitmacht marschiert in ein Land ein, weil es als Bedrohung für die eigene Sicherheit gesehen wird. Die Streitmacht geht nach der Schock-Methode vor, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. Bald werden die Invasoren in die Enge getrieben. Sie sehen sich einem zahlenmäßig weit überlegenen Heer gegenüber. Die Invasoren sind Engländer, sie stellen sich zur Schlacht. Der Ort ist Crécy in Nordfrankreich. Hier wird an einem Augusttag des Jahres 1346 die Geschichte der Kriegführung neu geschrieben. Für immer.

 

Dieser Band bietet: Keine Liebe, keine Geheimnisse … aber etwas, das vor dem 26. August 1346 „Science Fiction“ genannt worden wäre – hätte es den Begriff damals schon gegeben

 

Story: Warren Ellis

Zeichnungen: Raulo Cáceres

Übersetzung: Jens R. Nielsen

Paperback, 16 x 24 cm, 48 Seiten, s/w

ISBN 978-3-946952-32-9

Erscheint: August 2019

9,00 €

  • VORBESTELLBAR!

Frankensteins Schoß

 

Alchemie, Angst und Tod

 

Hier entsteht das Zeitalter der Moderne,

in verlorenen Augenblicken,

in einer Burgruine,

an einem Tag ohne Aufzeichnungen.

 

1816 war das „Jahr ohne Sommer“.

 

Es ist Juli. Im fahlen Dämmerlicht des vulkanischen Winters beginnt Mary Wollstonecraft Godwin am Schweizer Ufer des Genfer Sees an ihrem Frankenstein zu schreiben. Doch der Genfer See ist nicht der Ort, an dem Frankenstein seinen Ursprung hat.

 

Ein paar Monate zuvor reisen Mary, ihr zukünftiger Ehemann Percy Shelley und ihre Stiefschwester Claire Clairmont auf ihrem Weg in die Schweiz durch Deutschland. An der Strecke liegt eine unheimliche Burgruine. Einige sagen, sie seien daran vorbeigefahren. Sie sagen, ihre Kutsche habe die Ruine in finsterster Nacht passiert. Mary und ihre Begleiter hätten sie nicht einmal sehen können.

 

Burg Frankenstein. Etwas über Hundert Jahre früher hat darin Johann Conrad Dippel gewohnt, ein Theologe und außerdem Autor, Arzt und Alchemist. Er soll das Nitroglyzerin entdeckt haben – 120 Jahre, bevor es nachweislich erstmals hergestellt worden ist. Außerdem will er eine Universalarznei destilliert haben, das „Elixir des Lebens“. Und er soll eine Seele in ein Flickwerk aus menschlichen Körperteilen transferiert haben.

 

Mary durchwandert die Burg. Allein. Sie, und nur sie, findet Dippels Turm. Den Ort, an dem er gewirkt hat. Den Ort, an dem er geboren wurde. Den Ort, an dem er seine Briefe mit „Frankensteinensis“ signiert hat. Und sie findet noch etwas anderes. Etwas, das in dem Turm spukt.

 

Das Gespenst zeigt Mary Vergangenes und Kommendes. Die Geschichte der Alchemie und den Lebenslauf Johann Dippels und dann … ihre eigene Zukunft. Eine Litanei aus Gram und Tod.

 

Dieser Band bietet: Pferdekutschen, Elektrizität, Zukunftsvisionen … und einen Einblick in das Zustandekommen von Weltliteratur 

 

Story: Warren Ellis

Zeichnungen: Marek Oleksicki

Übersetzung: Jens R. Nielsen

Paperback, 16 x 24 cm, 48 Seiten, s/w

ISBN 978-3-946952-33-6

Erscheint: Oktober 2019

9,00 €

  • VORBESTELLBAR!